Willkommen zur Design-Challenge!
In diesem Tool durchläufst du für dich selbst die sieben Phasen eines Design-Thinking-Prozesses. Am Ende steht dein persönlicher Prototyp: das „Produkt“, das du während unseres Kurses entwickeln möchtest.
🔒 Deine Eingaben bleiben auf diesem Gerät – nichts wird übertragen. Sie werden automatisch in deinem Browser zwischengespeichert und beim nächsten Öffnen wiederhergestellt. Über 💾 Speichern lädst du zusätzlich eine Datei herunter (z. B. für ein anderes Gerät), die du über 📂 Laden wieder öffnest. Mit ↺ Zurücksetzen löschst du alle Eingaben und beginnst neu.
Phase 1 · Erkunden des Problemraums · Timebox ca. 10 min
Herausforderung definieren
Arbeitsauftrag
Formuliere deine persönliche Design-Challenge als „Problemfrage“. Die Problemformulierung nimmt den anvisierten Mehrwert in den Blick, der durch dein Produkt entstehen soll – nicht etwa konkrete Maßnahmen.
Beispiele für Problemfragen:
- Wie steigern wir die Medienkompetenz unserer Lernenden?
- Wie können wir unsere Konzepte so gestalten, dass sie wirksam für unsere Arbeit werden?
- Wie können wir die Lernenden befähigen, selbstorganisiert zu arbeiten?
Phase 2 · Erkunden des Problemraums · Timebox ca. 10 min
Den Problemkontext verstehen
Arbeitsauftrag „Problemschärfung“
Analysiere die in deiner Design-Challenge formulierte Problemstellung genauer. Nutze die Impulsfragen, um den Fokus zu setzen, und halte deine Gedanken auf Moderationskarten fest – eine Aussage pro Karte.
Deine Problemfrage: –
Personengruppe
Wer hat „das Problem“?
Situation
In welchem Kontext existiert „das Problem“?
Problemstellung
Warum ist es „ein Problem“?
Tandemaustausch I · Buddy-System · 2 × 7:30 min
Zwischenstopp: Austausch im Tandem
Arbeitsauftrag Tandemaustausch
Setz dich mit deinem Feedback-Buddy zusammen. Ihr tauscht euch in zwei Runden über eure Design-Challenges und die Problemschärfung aus – erst steht Partner A mit seiner Challenge im Fokus, dann Partner B.
Wählt aus den Impulsfragen die aus, die euch am meisten ansprechen. Wer gerade nicht im Fokus steht, hört aktiv zu und fragt nach.
Impulsfragen zur Orientierung
Sucht euch 1–2 Fragen aus – ihr müsst nicht alle beantworten.
- Fiel es dir leicht, eine Herausforderung zu finden und als Problemfrage zu formulieren?
- Was hast du Überraschendes in deinem „Problemraum“ entdeckt?
- An welcher Stelle warst du versucht, schon in Lösungen zu denken – und wie bist du damit umgegangen?
- Welche Karte aus deiner Problemschärfung beschäftigt dich am meisten – und warum?
Phase 3 · Erkunden des Problemraums · Timebox ca. 15 min
Bedürfnisse verstehen – Quick-Persona
Arbeitsauftrag „Persona“
Definiere die Bedürfnisse deiner Zielgruppe näher, indem du eine „Persona“ erstellst – eine typische Nutzerin / einen typischen Nutzer deines zu entwickelnden Produkts.
Fülle die vier Felder aus. Tipp: Führe gedanklich ein fiktives Interview – stelle Fragen und antworte im Namen der Person.
Porträt & Name
Wie heiße ich? Wie sehe ich aus? Wie alt bin ich? Wo komme ich her?
Bedürfnisse & Ziele
Welche Bedürfnisse habe ich? Was möchte ich erreichen?
Aufgaben & Verhalten
Wie lebe ich? Was mache ich? Was für ein Typ / Charakter bin ich?
Barrieren & Probleme
Was hindert mich daran, meine Bedürfnisse / Ziele zu erfüllen?
Zweite Persona (optional)
Porträt & Name
Wie heiße ich? Wie sehe ich aus? Wie alt bin ich? Wo komme ich her?
Bedürfnisse & Ziele
Welche Bedürfnisse habe ich? Was möchte ich erreichen?
Aufgaben & Verhalten
Wie lebe ich? Was mache ich? Was für ein Typ / Charakter bin ich?
Barrieren & Probleme
Was hindert mich daran, meine Bedürfnisse / Ziele zu erfüllen?
Reflexion im Plenum · ohne Timebox
Zwischenstopp: Blick von der Metaebene
Gemeinsame Reflexion
Ihr habt den Problemraum jetzt vollständig erkundet: Herausforderung, Problemschärfung und Persona liegen vor. Bevor es in den Lösungsraum geht, schauen wir gemeinsam von der Metaebene auf das bisherige Vorgehen.
Diese Phase moderiert die Kursleitung – hier läuft bewusst keine Timebox. Lehn dich zurück, hör zu und bring dich ein.
Impulsfragen für das Plenum
Zur Unterschiedsbildung: euer gewohntes Vorgehen vs. Design Thinking
- Wie war es für euch, den Problemraum so gründlich auszuleuchten?
- Inwieweit unterschied sich das Vorgehen von dem für euch sonst üblichen?
- Was habt ihr Neues oder Nützliches für euch darin entdeckt?
- Welche Wirkung hatte das Timeboxing bisher auf euer Arbeiten?
Phase 4 · Erkunden des Lösungsraums · Timebox ca. 15 min
Lösungshorizont aufspannen – WKW-Fragen
Arbeitsauftrag „Wie-könnten-wir-Fragen“ (WKW)
Mit Problemschärfung und Persona hast du die Anforderungen an deine „Problemlösung“ aus vielen Perspektiven beleuchtet. Jetzt ziehst du den Fokus enger: Formuliere „Wie könnten wir …?“-Fragen, welche die besonderen Anforderungen berücksichtigen.
Jede WKW-Frage bekommt – wie beim bunten A4-Papier – ihre eigene Farbe. Dieser Farbcode begleitet dich bis zum Ende des Prozesses.
Tandemaustausch II · Buddy-System · 2 × 7:30 min
Zwischenstopp: Austausch im Tandem
Arbeitsauftrag Tandemaustausch
Zurück zu deinem Feedback-Buddy: Ihr habt beide den Sprung vom Problem- in den Lösungsraum gemacht – Persona und WKW-Fragen liegen auf dem Tisch. Wieder zwei Runden: erst Partner A, dann Partner B.
Zeigt euch ruhig gegenseitig eure Personas und WKW-Fragen im Tool.
Impulsfragen zur Orientierung
Sucht euch 1–2 Fragen aus – ihr müsst nicht alle beantworten.
- Wie hat die Persona deinen Blick auf deine Problemfrage verändert?
- Welche deiner WKW-Fragen fühlt sich am kraftvollsten an – und woran merkst du das?
- War der Wechsel vom Problem- in den Lösungsraum für dich eher befreiend oder herausfordernd?
- Wo hilft dir die Methode (Persona, WKW-Fragen) – und wo fühlt sie sich (noch) fremd an?
Phase 5 · Erkunden des Lösungsraums · Timebox ca. 15 min
Ideen entwickeln – Prototyping I
Arbeitsauftrag Prototyping I
Produziere möglichst viele Ideen, die eine Antwort auf deine WKW-Fragen geben. Masse statt Klasse! Sei „visionär und ungefähr“, nicht „realistisch und genau“.
Jede Idee wird einer WKW-Frage zugeordnet und übernimmt deren Farbe (Farbcode!). Noch wird nichts bewertet oder aussortiert – alle Ideen dürfen stehen bleiben.
Phase 6 · Erkunden des Lösungsraums · Timebox ca. 15 min
Ideen ausschärfen – Prototyping II
Arbeitsauftrag Prototyping II
Gehe deine Ideen mit prüfendem Blick durch – wie beim Feedback im Team: I like! / I dislike! / I’d like to mention…
Wähle die besten Ideen aus (Häkchen setzen) und entwickle sie zu „Prototypen 2. Ordnung“ weiter: Beschreibe konkreter, was das Produkt ist, was es leistet und was es für deine Persona verändert.
Du hast in Phase 5 noch keine Ideen angelegt – geh einen Schritt zurück und sammle zuerst Ideen.
Tandemaustausch III · Buddy-System · 2 × 7:30 min
Zwischenstopp: Prototypen-Feedback im Tandem
Arbeitsauftrag Prototypen-Feedback
Dieser Austausch setzt eine Ebene höher an: Es geht nicht mehr um euren Prozess, sondern um euer Zwischenergebnis. Zeig deinem Buddy deine ausgeschärften Prototypen (Phase 6) – dein Buddy schaut mit frischem Blick drauf und gibt dir Rückmeldung: Wie schlüssig ist das bisherige Ergebnis? Wo könnten blinde Flecken liegen?
Wieder zwei Runden: erst das Produkt von Partner A, dann das von Partner B. Wer Feedback bekommt, hört erst einmal nur zu – verteidigen ist nicht nötig.
Impulsfragen für den Feedback-Buddy
Der Blick von außen auf das Zwischenergebnis
- Wie schlüssig wirkt der Prototyp auf dich – erkennst du den roten Faden von der Problemfrage bis hierher?
- Passt der Prototyp aus deiner Sicht zu den Bedürfnissen der Persona?
- Wo könnten blinde Flecken liegen – was wurde vielleicht übersehen oder zu schnell entschieden?
- Was würdest du an Stelle deines Buddys als Nächstes prüfen oder ausprobieren?
Phase 7 · Vereinbarungen · Timebox ca. 10 min · Your choice!
Präsentieren und Priorisieren
Arbeitsauftrag Priorisierung
Ordne deine Prototypen in das „Wow, How, Now, Ciao“-Diagramm ein – ziehe die Karten in das passende Feld (oder tippe eine Karte an und wähle das Feld). Keine langen Diskussionen mit dir selbst – entscheide zügig!
- Wow! Originell + leicht umsetzbar – selten wie Einhörner. Wenn du so eine Idee hast: lass sie frei!
- How? Originell, viel Veränderungspotenzial, aber schwer umzusetzen – hier werden dicke Bretter gebohrt.
- Now! Wenig originell, aber einfach umzusetzen – hier warten die Quick Wins!
- Ciao! Schwer umzusetzen und wenig originell: Weg damit!
Deine Prototypen
Wähle in Phase 6 zuerst Ideen aus und schärfe sie aus.
How?
originell, schwer umsetzbar
Wow!
originell, leicht umsetzbar
Ciao
wenig originell, schwer umsetzbar
Now!
wenig originell, leicht umsetzbar
Ergebnis
Mein Kursprodukt – Ergebnisblatt
Das ist der Prototyp deines Entwicklungsprojekts. Drucke das Blatt aus oder speichere es als PDF (über 🖨 Drucken) und bringe es zum nächsten Seminartag mit. Sichere außerdem deinen Zwischenstand über 💾 Speichern, um später weiterzuarbeiten.